Abgesagt: Feiern, als ob es kein morgen gäbe | MusicMatch Konferenz


Was, wo und wann?!

„Feiern, als ob es kein morgen gäbe.“ Im Club oder auf Parties gilt für viele von uns, den Alltag zu vergessen und eben nicht die Sorgen von morgen im Kopf zu haben. Was allerdings in der Eventbranche für den Gast gilt, gilt bereits für Gastgeber:innen der Party nicht mehr. Diese haben durchaus einen Blick für die Zukunft. Doch was sind die Herausforderungen für das Party-Business neben einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit? Was fällt bei einer Clubnacht, einem Konzert, einem Stadt- oder Straßenfest ab, welchen Fußabdruck hat die Nacht? Welche Rolle spielen Gast, Promoter:in, Veranstalter:in, Betreiber:in, Stadtverwaltung oder Politiker:in für eine nachhaltige Alltagsflucht?

 

Das Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung beschäftigt sich bei der diesjährigen MusicMatch Konferenz mit dem Thema Hedonismus und Nachhaltigkeit . Das Festival baut damit eine Brücke zum aktuellen Themenfokus Müll und Ressourcen . Die Veranstaltung startet mit einem Podium und bietet anschließend mit einem Workshop die Möglichkeit zum konkreten Erfahrungs- und Wissensaustausch.

Podium „Feiern, als ob es kein morgen gäbe.“ 4. April 2020 12h-13h30

Nicht erst seit der Klimadebatte sind die Auswirkungen von Clubs ein Thema von Interesse für Gäste, Kommunen und Veranstalter:innen. Lärmemissionen, Müllaufkommen, Stromverbrauch, ressourcenintensive Anfahrten von Künstler:innen verschwinden nicht einfach im Dunkel der Nacht. Um so erfreulicher, dass es bereits interessante Ansätze gibt, sich diesen Herausforderungen zu stellen. In Berlin sind erste öffentliche Gelder in die Förderung nachhaltiger Clubkultur geflossen. In Leipzig und Hamburg gibt es Labels bzw. Preise für nachhaltige Ideen im Nachtleben. Booker großer Spielstätten entschließen sich, weniger Künstler:innen einfliegen zu lassen. Katharina Wolf, Hanna Mauksch und Konstanze Meyer haben sich mit den Auswirkungen der Förderung nachhaltiger Clubkultur in Berlin wissenschaftlich beschäftigt und werden ihre Ergebnisse präsentieren. Sie klären dabei, wie die Clubszene klimafreundlicher und sozial verträglicher gestaltet werden kann, wie Clubbetreiber:innen aktiv werden und wie man Clubgäste für das Thema sensibilisieren kann. Anschließend widmen wir uns auf dem Podium in größerer Runde den Fragen, welche Ansätze gut umsetzbar sind, wo die großen Schwierigkeiten liegen, wie gegenseitige Unterstützung aussehen kann und wie relevant das Thema für die Gäste ist. Geladen sind hier Vertreter:innen aus der ClubKultur, Partykollektiven, Künstler:innen und Politik.

Podiumsteilnehmer:innen : Konstanze Meyer, BUND Berlin, Clubliebe e.V.; Hanna Mauksch, Clubliebe e.V.; Katharina Wolf, U-Institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V.; Stephan Philipp, Umundu-Festival Dresden; Friedrich Bode, Green Club Culture Leipzig (angefragt); Annekatrin Klepsch, 2. Bürgermeisterin, Beigeordnete für Kultur; Auswahl aus Clubbetreiber:in, Clubgast/Aktivist:in, Kollektiv, Künstler:in (angefragt)

Workshop „Feiern als ob es kein morgen gäbe.“ 4. April 2020 13h45-15h15

In diesem Workshop gibt das Clubtopia Team aus Berlin eine Einführung und einen Überblick über Nachhaltigkeit im Nachtleben: Was ist der ökologische Fußabdruck beim Feiern? Wie können wir als Clubbesucher:in ökologischer handeln? Was können Clubs und Veranstalter:in verändern, um die negativen Klimaauswirkungen zu reduzieren? Der Workshop gibt Hintergrundgrundinformationen, praktische Ansätze zur konkreten Umsetzung einer nachhaltigeren Clubnacht und dient als Austauschplattform für die Teilnehmenden. Zielgruppe: Clubbesitzer:innen, Veranstalter:innen, Künstler:innen im Nachtleben, Clubbesucher:innen, Partykollektiv-Mitglieder, Partymacher:innen und Partygäste

 

https://www.facebook.com/events/442331889985926/

https://umundu.de/start

 

 

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Datum/Zeit
04.04.2020
12:00 - 15:15 Uhr