Was für eine fantastische Woche! Vom 3. bis 7. August 2026 verwandelte sich der Putjatins Garten in eine spannende Natur-Werkstatt.
Montag
Zu beginn unserer Woche haben wir uns durch verschiedene Spiele erst einmal näher kennengelernt. Wir haben uns angeschaut, was wir die Woche lang tun werden und sind darauf hin direkt in das spannende Thema der Wildbienen hineingesprungen.
Anders als Honigbienen leben viele Wildbienenarten als Einzelgänger und bauen ihre Nester im Boden, doch gibt es in Städten z.B. viele versiegelte Böden, wodurch sie weniger geeignete Nistplätze finden.
Deswegen haben wir nach der Mittagspause losgelegt und den restlichen Tag selbst ein Sandarium gebaut. Das ist ein spezielles, sandiges Beet, das genau den Wildbienen einen geschützten Lebensraum bietet, die ihre Bruthöhlen in die Erde graben.


Dienstag
Unser zweiter Projekttag widmete sich den oft unterschätzten Pflanzenschätzen direkt vor unserer Haustür. Kräuter! Wir sind losgezogen und haben viele verschiedene Wildkräuter gesammelt. Es ist beeindruckend, wie viel essbare Pflanzen der Wegesrand bereithält, wenn man ein trainiertes Auge dafür hat. Wir haben alle Pflanzen abgewaschen und sie dann für die unterschiedlichsten Dinge verwendet.
Wir haben Pesto aus unseren Wildkräutern hergestellt und Limo aus Giersch gemacht. Wir haben aber auch Karten aus verschiedenen Pflanzen gebastelt und mit Kurkuma und der Sonne bedruckt.


Mittwoch
Die Fachleute der NAJU (Naturschutzjugend) besuchten uns im Putjatins Garten, um gemeinsam mit den Teilnehmenden tief in die Welt der berühmten Achtbeiner einzutauchen. Die Welt der Spinnen. Obwohl sie nicht gerade jeder leiden kann sind Spinnen für unser Ökosystem von unschätzbarem Wert.
Durch Dokumentarfilme und gezielte Infos lernten wir biologische Fakten kennen und bauten Vorurteile ab.
Donnerstag
Am Donnerstag drehte sich alles um die Frage, wie Menschen früher Farben hergestellt haben und wie wir das heute selbst tun können. Nach der morgendlichen Blitzlichtrunde und einem aktiven Spiel ging es um die Gewinnung von Naturfasern für die Stoffherstellung. Alle schwärmten auf das Gelände aus, um bunte Blüten und Gestein zu sammeln.
Nach der Mittagspause verwandelte sich die Werkstatt in ein Labor: In zwei Gruppen wurden die Pflanzen ausgekocht und die Steine gemörstert. Vermischt mit Bindemitteln wie Pflanzenöl oder Kleister entstanden daraus eigene Naturfarben. Mit Pinseln bewaffnet gestaltete die Gruppe damit Stoffbeutel-Rohlinge mit individuellen Motiven.
Zum Abschluss des Nachmittags wurden aus Erde, Ton und Saatgut Samenbomben geformt, um künftig graue Ecken in Insektenparadiese zu verwandeln.

Freitag
Der große Finaltag startete mit einer Reflexionsrunde zum Thema Nachhaltigkeit, bei der wir die Erlebnisse der Woche revue passieren ließen und konkrete Handlungsoptionen für den Alltag sammelten.
Die Gruppe trug alle Ergebnisse der letzten Tage zusammen und gestaltete die große Abschlusspräsentation. Vor den eingeladenen Gästen und Familien präsentierten die Teilnehmenden stolz ihre Nistkästen, das neu gebaute Sandarium, die gestalteten Pflanzenkarten und die selbst bedruckten Stoffbeutel.
Ein riesiges Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für ihr großartiges Engagement in dieser Woche, wir hatten riesigen Spaß mit euch. Nach dieser erfolgreichen Woche freuen wir uns schon jetzt umso mehr auf unsere nächsten gemeinsamen Projekte. Danke!
